Wasserturm

Eisenbahn

1872 erster Eisenbahnzug auf der zweigleisige Strecke

dampflok wasserturmAm Wasserturm verläuft die Eisenbahnstrecke nach Völpke. Der Wasserturm steht am Kilometerstein 173,o. Mit dem Bau der inzwischen stillgelegten Eisenbahnstrecke wurde im Jahre 1869 begonnen. Eigentlich sollte die Trasse von Magdeburg nach Helmstedt und Schöningen über Erxleben verlaufen. Von Seiten der Alvensleber Gutsherren, die auch im Reichstag saßen, gab es aber häftige Proteste. Sie wollten ihre Landarbeiter nicht an die sich entwickelnde Industrie verlieren. So wurde eine etwas längere Variante über Eilsleben gewählt.

Karte Eisenbahn

Zur schnellen Fertigstellung des Bahnbaus wurden Hunderte von Arbeitern, besonders aus der Mark, Westpreußen und Posen, beschäftigt. Dann aber kam der Krieg mit Frankreich und die meisten Arbeiter zogen mit ins Feld, der Bau ruhte. Nach dem Krieg mit Frankreich (1870/71) wurde Strecke von französischen Kriegsgefangenen weitergebaut. Am 15. August 1872 befuhr der erste Eisenbahnzug die zweigleisige Strecke. Erst danach begann man mit dem Bau der heutigen Hauptstrecke »Magdeburg-Helmstedt-Braunschweig«.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Blick auf die ZuckerfabrikNach dem Zweiten Weltkrieg baute die Sowjetmacht die Strecke auf ein Gleis zurück. Aber auch danach wurde auf dem Gleis noch allerhand befördert. Die Gleise endeten nun aber kurz vor der innerdeutschen Grenze hinter der Völpker Brikettfabrik. Diese wurde bis 1991 durch die Reichsbahn bedient. Es wurde Rohbraunkohle aus Nachterstedt nach Völpke transportiert. Später wurde wieder Braunkohle im Völpker Tagebau gefördert. Angeschlossen war auch die Wachsfabrik und im Bahnhof Völpke der Güterbahnhof. Der gemischte Güter und Personenverkehr wurde in den 70iger Jahren eingestellt. Alte BrückeAb 1985 wurde wieder Kohle von Nachterstedt zur Brikettfabrik gefahren. Hier entstanden auf dem Gelände der völlig veralteten Fabrik zwei Auftauhallen um auch im Winter ein Entladen der vereisten Kohle zu gewährleisten. Für heutige Verhältnisse war dort ein unvorstellbarer Zustand. Der Kohlenstaub lag teilweise 5 cm hoch. Dies war besonders bei Wind oder Regen Interessant. Die Völpker Strecke wurde sogar noch an das neue Eilsleber Stellwerk angeschlossen. 1993 wurde die Einsatzstelle Eilsleben geschlossen und der planmäßige Güterverkehr eingestellt. Mit dem Ausbau der B245 wurde 2003 eine Brücke in Eilsleben abgerissen, welche ein wiederaufleben der Strecke ausschließt.

 
 
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